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Vereinte Nationen

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Vereinte Nationen Artikel

WIR, DIE VÖLKER DER VEREINTEN NATIONEN – FEST ENTSCHLOSSEN,
künftige Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren,
die zweimal zu unseren Lebzeiten unsagbares Leid über die Menschheit gebracht hat[...]

(aus der Präambel der Charta der Vereinten Nationen)
Vereinte Nationen Beschreibung
Vereinte Nationen Beschreibung
Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York

Die Vereinten Nationen (VN; englisch United Nations Organisation, abgekürzt UN oder U.N.; französisch Organisation des Nations unies; in dem deutschen Sprachgebrauch häufig UNO) sind ein zwischenstaatlicher Zusammenschluss fast aller Staaten der Erde. Gegenwärtig gehören 191 Staaten (Stand: April 2003, [1] (http://www.uno.de/presse/2003/unic579.htm)[2] (http://www.un.org/Overview/growth.htm)[3] (http://www.un.org/french/aboutun/annees.htm)) der UNO an. Keine Mitglieder sind unter anderem der Staat der Vatikanstadt (der Heilige Stuhl hat jedoch Beobachterstatus) und die nicht von allen Ländern anerkannten Staaten Sahara (Demokratisch-arabische Republik Sahara) und Republik China (Taiwan).

Die wichtigsten Aufgaben der Organisation sind die Sicherung des Weltfriedens, die Einhaltung des Völkerrechts, die Förderung der internationalen Zusammenarbeit und der Schutz der Menschenrechte. Die Vereinten Nationen haben ihren Hauptsitz in New York und drei weitere Sitze in Genf (UNOG), Wien (UNOV) und Nairobi (UNON). Bis Ende 2006 gewählter Generalsekretär ist Kofi Annan.

Österreich trat der UNO in dem Jahr 1955 bei, die Bundesrepublik Deutschland und die Deutsche Demokratische Republik am 18.09 1973, die Schweiz 2002.

Die Europäische Union bringt mehr als die Hälfte des Haushalts der UNO auf.

Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Dag Hammarskjöld - Mystiker und Politiker. Visionen für heute Einblickeins Tagebuch des ehem. UNO-Generalsekretärs Ein ganz wunderbares Buch für jeden, der Dag Hammarskjöld näher kommen möchte. Die "Zeichen am Weg" sind nicht unbedingt selbsterklärend, da er die Einträge in einer zutiefst prosaisch-mystischen Art vorgenommen hat - hierzu sind die (vorsichtigen) Erklärungsansätze der Autoren sehr...

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte der Vereinten Nationen

Ihre Wurzeln haben die Vereinten Nationen in dem Völkerbund, der nachdem Ersten Weltkrieg mit dem Absicht gegründet wurde, den Frieden auf der Welt dauerhaft zu sichern. Allerdings erhielt der Völkerbund durch mangelndes Beitrittsinteresse (u. a. waren die Vereinigte Staaten Amerika nie Mitglied in dem Völkerbund) nicht den nötigen Einfluss, um seine Absichte durchsetzen zu können, und war mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges praktisch gescheitert. Wie auch jetzt viele die UNO als gescheitert ansehen, weil sich viele Staaten (wie zu dem Beispiel die Vereinigte Staaten Amerika) nicht an bestimmte Resolutionen halten und die UNO dieses hinnimmt ohne zu Gegenmaßnahmen zu greifen.

Vereinte Nationen Beschreibung
Vereinte Nationen Beschreibung
Sitz der UNO in Genf, Schweiz

US-Präsident Franklin D. Roosevelt unternahm nach der Auflösung des Völkerbundes noch während des Zweiten Weltkrieges einen zweiten Versuch eine Organisation zur Sicherung des Friedens zu schaffen, und erarbeitete zusammen mit dem britischen Premierminister Winston Churchill die Atlantik-Charta. Am 1.01 1942 beriefen sich 26 Staaten in der Declaration by United Nations auf die Prinzipien der Atlantik-Charta. Durch die Mitarbeit der UdSSR und der Republik China (Taiwan) an der neuen Friedensordnung kam es zur Moskauer Erklärung der vier Mächte, die auf eine schnellstmögliche Schaffung einer allgemeinen, auf dem Prinzip der souveränen Gleichheit aller friedliebenden Staaten aufbauenden Organisation zur Aufrechthaltung des Friedens und der internationalen Sicherheit Absichtte. Nach Einbeziehung Frankreichs in den Kreis der hauptverantwortlichen Mächte konnte die Charta der Vereinten Nationen 1945 auf der Konferenz von Jalta fertig gestellt werden. Sie wurde am 26.06 1945 in San Francisco von 50 Staaten unterzeichnet. Polen unterzeichnete die Charta erst später, zählt aber zu den 51 Gründungsmitgliedern. Die Charta trat am 24.10 des gleichen Jahres in Kraft nach dem die Republik China (Taiwan), Frankreich, die Sowjetunion, das Vereinigte Königreich, die Vereinigten Staaten von Amerika und die Mehrheit der Gründungsstaaten die Charta ratifiziert hatten.

Seit ihrer Gründung konnte die UNO mehrere Erfolge erzielen. Unter anderem wirkte sie bei der Gründung des Staates Israel 1947 bis 1949 mit, sie entschärfte die Berlinkrise 1948 - 1949, die Kubakrise 1962 und die Nahostkrise 1973. Sie führte eine Beendigung des Krieges zwischen dem Irak und Iran 1988 herbei, außerdem sicherten sie den Frieden in Kambodscha 1993, Mosambik 1994, Angola 1995 und Guatemala 1996. Zusätzlich führte die UNO in Rhodesien 1976 das Wahlrecht für Schwarze ein.

Am 18.09 1973 traten die Bundesrepublik Deutschland und die DDR als 133. und 134. Mitglied der UNO bei.

Vereinte Nationen Beschreibung
Vereinte Nationen Beschreibung
Flagge der Vereinten Nationen

Viele ihrer Absichte haben die Vereinten Nationen bereits erreicht, so z. B.

  • Ausarbeitung der Menschenrechte 1948
  • Ausrotten oder Eindämmen von Krankheiten (Pocken)
  • Das Welternährungsprogramm der UNO stellt jährlich mehr als die Hälfte der global geleisteten Nahrungsmittelhilfe bereit
  • Sie sorgt für Schutz von Flüchtlingen
  • Sie bilden Minensucher aus, z. B. in Afghanistan gibt es zehn Millionen verlegte Minen
  • 70 % der Aktivitäten der UNO erstrecken sich auf die Bereiche Entwicklungshilfe und humanitäre Hilfe.

Im Jahr 1994 wurde in dem afrikanischen Staat Ruanda eines der schwersten Verbrechen der Geschichte begangen. Durch einen Gewaltausbruch kamen 800 Tausend Angehörige der Volksstämme Hutu und Tutsi ums Leben. Diesem Völkermord mussten die Blauhelmsoldaten der UNO tatenlos zusehen, da die Anzahl der Soldaten erstens viel zu klein war, und die Blauhelmsoldaten zweitens nicht mit einem so genannten "robusten Mandat" ausgestattet waren, was ein Eingreifen überhaupt erst gestattet hätte. Dieses Ereignis gilt gemäß Aussage von Kofi Annan als das größte Versagen der UNO und dürfe sich auf keinen Fall wiederholen [4] (http://www.tagesschau.de/thema/0,1186,OID3170590_REF1_NAVSPM1,00.html).

Ende Mai 1995 kam es in Bosnien und Herzegowina nach NATO-Luftangriffen auf ein Munitionsdepot der bosnischen Serben in Pale zu einer Aufsehen erregenden Geiselnahme von UN-Soldaten. Als Folge der Luftangriffe wurden ausgewiesene NATO-Schutz-Zonen überfallen, UN-Soldaten als Geiseln genommen, an taktischen Positionen angekettet und zur Schau gestellt.

Siehe auch: Geschichte der Vereinten Nationen/2001 bis 2004

Buch-Tipp: Die Charta der Vereinten Nationen und das Statut des Internationalen Gerichtshofs. Kompakt und informativ Jedem, der einen schnellen Überblick über die Aufgaben, Institutionen und Abläufe innerhalb der VN bekommen möchte, sei dieses Buch wärmstens empfohlen. Es ist sowohl als Einstiegsliteratur, wie auch als kleines Nachschlagewerk geeignet, behandelt aufgrund seines kleinen Umfangs die meisten Aspekte...

Die Organe der Vereinten Nationen

Gemäß Artikel 7 (http://www.uno.de/charta/charta.htm#3) der UNO-Charta setzt sich die UNO aus sechs Hauptorganen zusammen, die für die Entscheidungsprozesse maßgeblich sind. Neben den Hauptorganen gehören eine Reihe von Spezialorganen und Sonderorganisationen zu dem System der Vereinten Nationen, die mit der Wahrnehmung spezifischer Aufgaben beschäftigt sind.

Vereinte Nationen Beschreibung
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Saal der Generalversammlung
Buch-Tipp: Die Kosovo Bilanz - Scheitert die internationale Gemeinschaft? Die Beschreibung für das Buch "Die Kosovo Bilanz - Scheitert die internationale Gemeinschaft?" fehlt leider. Weitere informatione finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Klicken Sie dafür auf den Link über diesem Text. Die Seite des Händlers öffnet sich in neuem Fenster.

Hauptorgane

Es gibt folgende Hauptorgane:

  • UN-Generalversammlung (engl. General Assembly, frz. Assemblée générale): Vertreter aller UNO-Mitgliedstaaten haben einen Sitz und eine Stimme. Die Generalversammlung kann an die Mitgliedstaaten ca. nichtbindende Empfehlungen abgeben.
  • UN-Sicherheitsrat (Security Council/Conseil de sécurité): 15 Mitglieder, davon sind China, Russland, Frankreich, Großbritannien und Vereinigte Staaten Amerika ständige Mitglieder. Die anderen Mitglieder werden jeweils auf zwei Jahre von der Generalversammlung gewählt. Beschlüsse des Sicherheitsrats bedürfen der Zustimmung von mindestens neun Mitgliedern, darunter alle ständigen Mitglieder (ausgenommen Beschlüsse über Verfahrensfragen). Man spricht hier von einem "Veto-Recht" der ständigen Mitglieder. In der Praxis wird die Stimmenthaltung eines ständigen Mitgliedes nicht als "Veto" gewertet.
  • UN-Wirtschafts- und Sozialrat (Economic and Social Council/Conseil économique et social, ECOSOC): Ihm sind die vielen Spezialorganisationen unterstellt.
  • Der UN-Treuhandschaftsrat (Trusteeship Council/Conseil de tutelle) hat seine Aufgaben suspendiert, da es momentan keine Treuhandgebiete gibt.
  • Der Internationale Gerichtshof (International Court of Justice/Cour internationale de Justice, IGH) in Den Haag.
  • UN-Sekretariat (United Nations Secretariat/Secrétariat des Nations unies): höchster Verwaltungsbeamter ist der UN-Generalsekretär.
Buch-Tipp: Die UNO. Aufgaben; Strukturen; Politik. Eine Beschreibung zum Buch "Die UNO. Aufgaben; Strukturen; Politik. " finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Um dorthin zu gelangen klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zu diesem Buchtitel weiter geleitet.

Spezialorgane und Sonderorganisationen

Hauptartikel: UN-Spezialorganisation

Spezialorgane sind Nebenorgane der UN-Generalversammlung und wurden zur Wahrnehmung spezieller Tätigkeiten gegründet. Sie haben ihr eigenes Verwaltungssystem, aber keine eigene völkerrechtliche Grundlage und keine eigene Rechtspersönlichkeit. Zur Zeit gibt es insgesamt 22 Spezialorgane, das wohl bekannteste Spezialorgan ist das Kinderhilfswerk UNICEF. Weitere UNO-Spezialorganisationen sind u.a. das Umweltprogramm UNEP, das Welternährungsprogramm WFP, das Flüchtlingskommissariat UNHCR, das Entwicklungsprogramm UNDP.

Sonderorganisationen sind rechtlich, organisatorisch und finanziell selbständig, jedoch durch ein Abkommen eng mit der UNO verbunden. Einige Organisationen sind zu dem Teil sogar älter als die UNO selbst. Mittlerweile gibt es 16 dieser zwischenstaatlichen Organisationen. Die UNO arbeitet u. a. mit den folgenden autonomen Organisationen eng zusammen: UNESCO, WHO, IAO, IMF und andere. Die Arbeit der Sonderorganisationen wird durch den UNO-Wirtschafts- und Sozialrat koordiniert.

Buch-Tipp: Die UNO. Geschichte, Aufgaben, Perspektiven Die Beschreibung für das Buch "Die UNO. Geschichte, Aufgaben, Perspektiven" fehlt leider. Weitere informatione finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Klicken Sie dafür auf den Link über diesem Text. Die Seite des Händlers öffnet sich in neuem Fenster.

Friedenssicherung

Die Friedenssicherung ist eine der Hauptaufgaben der Vereinten Nationen. Sie dient zur Vermeidung bzw. zur Beendigung internationaler Konflikte. Ihr hoher Stellenwert wird schon allein dadurch deutlich, dass bereits in dem ersten Artikel der UN-Charta das Ziel formuliert wird, ...

...den Weltfrieden und die internationale Sicherheit zu wahren und zu diesem Zweck wirksame Kollektivmaßnahmen zu treffen, um Bedrohung zu verhüten und zu beseitigen, Angriffshandlungen und andere Friedensbrüche zu unterdrücken und internationale Streitigkeiten oder Situationen, die zu einem Friedensbruch führen könnten, durch friedliche Mittel nach den Grundsätzen der Gleichberechtigung und des Völkerrechts zu bereinigen oder beizulegen (Art. 1, Ziff. 1 der UN-Charta).
Vereinte Nationen Beschreibung
Vereinte Nationen Beschreibung
„UNO-Stadt“ in Wien

Zur Erreichung diese Absichtes wurde von den Vereinten Nationen durch die freiwillige Einbindung der UNO-Mitgliedstaaten auf der Grundlage eines völkerrechtlichen Vertrages ein System „kollektiver Sicherheit“ geschaffen. Grundlage dieses kollektiven Sicherheitssystems ist das allgemeine Gewaltverbot: „Alle Staaten unterlassen in ihren internationalen Beziehungen jede gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eines Staates gerichtete oder sonst mit den Absichten der Vereinten Nationen unvereinbare Androhung oder Anwendung von Gewalt“ (Art. 2, Ziff. 4 der UN-Charta). Trotz des allgemeinen Gewaltverbots schließt die UN-Charta die Gewaltanwendung nicht völlig aus. Ausnahmen sind kollektive Maßnahmen gegen Friedensstörer unter Beachtung des Kapitel VII, und das Recht auf Selbstverteidigung nach Artikel 51 der UN-Charta. Damit es zu Gewaltanwendungen kommt, müssen entsprechende Maßnahmen, außer bei Maßnahmen zur Selbstverteidigung, zuvor vom Sicherheitsrat unter Berücksichtigung von Kapitel VII legitimiert werden. Der Sicherheitsrat wird dadurch zu dem Träger des „Gewaltlegitimationsmonopols“. Bevor der Sicherheitsrat entsprechende Maßnahmen in einer friedensbedrohenden Situation beschließen kann, muss er zunächst behandeln, ob ein Bruch des Friedens vorliegt. Sollte dies der Fall sein, so hat der Sicherheitsrat grundsätzlich zwei Möglichkeiten, auf einen solchen Bruch zu reagieren: Er kann sowohl Empfehlungen an die UNO-Mitglieder aussprechen, als auch Zwangsmaßnahmen an den Friedensstörer selbst, als auch an alle anderen UNO-Mitglieder anordnen. Bei Zwangsmaßnahmen sind sowohl nichtmilitärische Sanktionen, als auch direktes militärisches Eingreifen möglich. Zu den nichtmilitärischen Sanktionen gehören die „vollständige oder teilweise Unterbrechung der Wirtschaftsbeziehungen, des Eisenbahn-, See- und Luftverkehrs, der Post-, Telegraphen- und Funkverbindung sowie sonstiger Verkehrsmöglichkeiten und den Abbruch der diplomatischen Beziehungen“ (Art. 41 der UN-Charta).

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Die Charta der Vereinten Nationen

Hauptartikel: Charta der Vereinten Nationen

Die Charta ist eine Art Grundgesetz der UNO und wurde am 26.06 1945 in dem Theatersaal des "Veterans War Memorial Building" in San Francisco unterzeichnet. Polen, das 22. Gründungsmitglied, hatte an der Konferenz nicht teilnehmen können und unterschrieb später. Die Charta ist ein zeitlich nicht begrenzter völkerrechtlicher Vertrag und wurde seit ihrer Gründung an ca. vier Stellen formell abgeändert, nämlich die Artikel 23, 27, 61 und 109. Sie besteht aus einer Präambel und 19 Kapiteln mit 111 Beschreibungen, in dem Gegensatz dazu hatte der Völkerbund ca. 26 Artikel. Die Kapitel beschäftigen sich unter anderem mit den verschiedenen Hauptorganen der UNO, der friedlichen Beilegung von Streitigkeiten, den Maßnahmen bei Bedrohung oder Bruch des Friedens und bei Angriffshandlungen, sowie ihren Absichten und Grundsätzen. Am meisten umstritten und diskutiert ist die Definition 2, Ziffer 7, im es heißt: Die UNO ist nicht befugt in Angelegenheiten, die ihrem Wesen nach zur inneren Zuständigkeit eines Staates gehören, einzugreifen.

Buch-Tipp: Die Vereinten Nationen. Aufgaben, Instrumente und Reformen Eine Beschreibung zum Buch "Die Vereinten Nationen. Aufgaben, Instrumente und Reformen" finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Um dorthin zu gelangen klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zu diesem Buchtitel weiter geleitet.

Blauhelme

Hauptartikel: Blauhelmsoldat

Die Blauhelme sind die Friedenssoldaten der UNO. Sie waren als Mittel der Friedenssicherung nicht in der Charta vorgesehen. Doch Dag Hammarskjöld und Lester Pearson entwarfen die Idee der Friedenssoldaten in Krisensituationen. Erstmals eingesetzt wurden sie in dem Korea Konflikt von 1950 bis 1952. Blauhelmsoldaten sind leicht zu erkennen, denn sie tragen, wie der Name schon sagt, entweder einen blauen Helm oder ein blaues Barett mit einem UNO-Abzeichen. Sie tragen zusätzlich die Uniform ihres Landes. Ein Mandat zur Entsendung von Blauhelmen kann ca. der UN-Sicherheitsrat erteilen, doch die Regierung jedes Landes darf selbst entscheiden, ob sie Soldaten zu einem solchen Einsatz entsendet. Bis 1990 hat die UNO bereits 500 Tausend Soldaten und Zivilpersonen zu Maßnahmen zur Erhaltung des Friedens eingesetzt.

Buch-Tipp: Geheimgesellschaften und ihre Macht im 20. Jahrhundert - Ein Wegweiser durch die Verstrickungen von Logentum und Hochfinanz, Trilaterale Kommisson, Bilderberger, CFR, UNO Lesen vor Urteilen! Warum dieses Buch noch nicht bewertet wurde, entzieht sich eigentlich meinem Verständnis. Sind die Befürworter ängstlich, sich klar auf die Seite dieses eigentlich verbotenen Werks zu stellen? Finden Gegner keine Grundlagen? Wie dem auch sei, ich habe dieses Buch und seinen Nachfolger durchgekämmt, von vorne bis hinten, und...

Sprachen

Obwohl die Vereinten Nationen eine Weltorganisation sind, genießen schon aus praktischen Gründen nicht alle Sprachen der Welt offiziellen Status in der Organisation. Tatsächlich beschränkt man sich auf sechs Amtssprachen: Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch und Spanisch. Von diesen sechs Sprachen haben zwei - das Englische und das Französische - den Status von Arbeitssprachen. Dies ist in der Resolution 2 festgelegt, die am 1. Februar 1946 von der Generalversammlung angenommen wurde (Arabisch wurde erst später hinzugefügt). Der Status der Amtssprache bedeutet, dass in jeder offiziellen Sitzung eine Übersetzung nach und aus diesen Sprachen zu erfolgen hat und dass alle sitzungsvorbereitenden Dokumente, alle Resolutionsentwürfe und alle Protokolle und Berichte in angemessenem zeitlichen Rahmen in diesen Sprachen zur Verfügung stehen müssen. Für die Arbeitssprachen gilt, dass alle organisationsinternen Arbeitsabläufe (mündlich und schriftlich) in diesen beiden Sprachen ablaufen können. In dem Umgang mit dem Sekretariat der Vereinten Nationen hat jede(r) Abgeordnete das Recht, sich mündlich und schriftlich in der Arbeitssprache seiner oder ihrer Wahl auszudrücken; zusätzlich müssen alle offiziellen Äußerungen des Sekretariats (Anzeigen, Beschilderungen [etwa das bekannte "Security Council/Conseil de sécurité" in New York]), Broschüren, Speisepläne der Kantinen, Führungen usw.) in den beiden Arbeitssprachen ablaufen. So ist es zu erklären, dass viele öffentliche Auftritte der Vereinten Nationen oder ihrer Unterorganisationen ca. auf Englisch und Französisch erfolgen und nicht in den übrigen Amtssprachen. Andererseits schließt dieses Reglement einsprachige Auftritte grundsätzlich aus.

Buch-Tipp: Im Zentrum der Katastrophe. Was es wirklich bedeutet, vor Ort zu helfen Zuerst lesen - erst dann spenden! Stets wieder werden wir in den letzten Jahren mit Katastrophenmeldungen aus unterschiedlichsten Kontinenten konfrontiert. Und meist sind die Betroffenheit und der Wille zu helfen in dem ersten Moment groß. Und doch tauchen stets dann viele Fragen auf. Wie hilft man am besten. Welcher Hilfsorganisation soll man spenden....

Zum Sprachgebrauch in dem Deutschen

Obwohl Deutsch keine offizielle Amtssprache der UN ist, benutzt man trotzdem die deutschen Nennungen für die Organe der UN (Sicherheitsrat, Generalsekretär usw.). Bei den Abkürzungen sind dagegen meistens die englischen Varianten in dem Gebrauch (etwa WTO, WHO und nicht zuletzt UN(O) neben VN). Zur besseren Orientierung finden sich in diesem Artikel zusätzlich zu den deutschen Namen auch die offiziellen Nennungen in den Amtssprachen Englisch und Französisch (in Klammern). Auf Nennung der Entsprechungen in den übrigen UN-Sprachen wird hier aus Gründen der Übersichtlichkeit verzichtet.

Buch-Tipp: Irak. Chronik eines gewollten Krieges. Um ausführliche Informationen zum Buch "Irak. Chronik eines gewollten Krieges. " zu bekommen klicken Sie bitte auf den Hyperlink oberhalb von diesem Text. Sie werden zum entsprechenden Buch auf der Händlerseite weiter geleitet.

Kritikpunkte an der UNO

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Zusammensetzung des UNO-Sicherheitsrates

Ein weiterer Kritikpunkt ist die historisch bedingte Zusammensetzung des UNO-Sicherheitsrates. Die ständigen Mitglieder des Sicherheitsrats machen regen Gebrauch von ihrem Vetorecht, um Verurteilungen und Sanktionen gegen sich selbst oder befreundete Staaten abzuwenden, so legte z.B. die Sowjetunion zwischen 1946 und 1964 103 mal ihr Veto ein, wenn sich alle anderen einig waren. Betrachtet man die Anteile an der Weltbevölkerung, die die Einwohner der ständigen Mitglieder stellen, stehen diese in keinem ausgeglichenen Verhältnis zu den ihnen eingeräumten privilegierten Kompetenzen. Beispielsweise verfügt Frankreich, ein Land mit 60 Millionen Einwohnern, über einen ständigen Sitz in dem Sicherheitsrat, Indien, im über eine Milliarde Menschen leben, jedoch nicht. Dieses Problem lässt sich auf keine einfache Weise lösen; denn die hierarchische Architektur des UNO-Sicherheitsrates, die scheinbar willkürlich einigen wenigen Staaten größere Machtbefugnisse zubilligt, reflektiert letztlich die große Diversität in der Entwicklung und realen Macht der Nationalstaaten (man vergleiche Tonga mit den Vereinigte Staaten Amerika) ebenso wie die Koordinationsschwierigkeiten und grundsätzlichen Interessenkonflikte einer überstaatlichen Organisation. Ein Sicherheitsrat, im jeder Mitgliedsstaat gemäß seinem Bevölkerungsanteil gerecht repräsentiert und mit Vetorecht ausgestattet wäre, wäre praktisch handlungsunfähig, da es nahezu unmöglich ist, für konkrete und bindende Entscheidungen einer gewissen Tragweite einen Konsens von über 190 Staaten zu erwirken. Eine wirklich "gerechte" Umgestaltung des Weltsicherheitsrats könnte somit ca. in Verbindung mit einer grundlegenden Reform der gesamten Konstitution der UNO vonstatten gehen. Wie sehr ein einfaches Vetorecht bereits bei dem aktuell sehr kleinen Kreis von Mitgliedern der Ständigen Vertretung in dem Sicherheitsrat die Handlungsfähigkeit der UNO lähmen kann, ist beispielsweise anhand der vielen UNO-Resolutionen gegen bestimmte Vorgehen Israels ersichtlich, welche allesamt durch ein Veto der Vereinigte Staaten Amerika bei ansonsten weitgehender Einigkeit nahezu aller UN-Mitgliedsstaaten blockiert wurden.

Die Ursachen dafür, dass es bislang nicht zu einer solchen Reform kam, scheinen offensichtlich: Eine massive Umgestaltung, die dem Gedanken einer Weltorganisation Rechnung trüge, implizierte automatisch und Ziellich einen Machtverlust der bisher privilegierten ständigen Mitglieder - überwiegend Industrieländer, die den größten Teil der Finanzierung der UNO aufbringen. Es liegt auch der Gedanke nahe, dass die Bemühungen Deutschlands, eines der größten Nettozahler der UNO, um einen ständigen Sitz in dem Sicherheitsrat bisher trotz in dem Vergleich insbesondere zu Schwellen- und Entwicklungsländern weitgehend mit den bisherigen Ständigen Mitgliedern konformen kulturellen und politischen Vorstellungen vor allem darum bei letzteren überwiegend auf Ablehnung stoßen, weil bei einer Aufnahme Deutschlands weitere Ansprüche von anderer Seite befürchtet werden (insbesondere von Staaten aus Asien, Afrika und Südamerika).

Kompetenzen

Das größte Problem der UNO jedoch sind und bleiben die kaum vorhandenen Kompetenzen. Es gelang der UNO vor allem darum, nahezu alle Staaten der Welt in das Boot zu holen, weil ihre Charta an entscheidenden Stellen so flexibel interpretierbar ist, dass sie von praktisch allen kulturellen Überzeugungen und politischen Ideologien - auch wenn diese sich gegenseitig ausschließen - in deren Sinne und zu deren Gunsten ausgelegt werden kann. Damit das Konzept einer handlungsfähigen Weltorganisation vollständig aufgehen kann, wäre eine massive Abgabe nationalstaatlicher Kompetenzen an diese Organisation in allen drei Bereichen der Gewaltenteilung (Exekutive, Legislative und Jurisdiktion) vonnöten. Dazu ist zu dem gegenwärtigen Zeitpunkt kaum ein Staat bereit, abgesehen davon, dass es wohl nahezu unmöglich sein dürfte, die Inhaber dieser Kompetenzen nach objektiven Kriterien auszuwählen, da jede Nation ihre eigenen Angehörigen an diesen Positionen sehen wollen und Alternativvorschläge torpedieren würde. Letztlich machen nationalstaatlicher Egoismus und strikte Interessenpolitik den meisten Ansätzen, zu mehr Verbindlichkeit innerhalb der UNO zu gelangen, einen Strich durch die Rechnung - Paradebeispiel sind hier ausgerechnet die Vereinigte Staaten Amerika, welche die Zuständigkeit des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag für US-amerikanische Staatsbürger ablehnen und sich für den Fall eines gegen den Willen der Vereinigte Staaten Amerika dort herbeigeführten Prozesses sogar die militärische "Befreiung" vorbehalten wollten, was die Legitimation des Internationalen Gerichtshofs insgesamt in Frage stellt. An diesem Beispiel zeigt sich auch, dass die UNO ca. schwierig bis gar nicht Politik betreiben kann, die mit den Interessen der Vereinigte Staaten Amerika offen kollidiert, da sie mit den Vereinigten Staaten von Amerika finanziell, historisch, personell und konstitutionell zu stark verwoben ist.

Manche Kritiker werfen der UNO darum vor, für viel Geld, das anderweitig sinnvoller ausgegeben werden könnte, vor allem stapelweise bedrucktes Papier zu produzieren - ein allerdings sehr pointierter Standpunkt, denn wenngleich es der UNO ca. auf einer sehr rudimentären Ebene gelang, einheitliche kulturelle und politische Vorstellungen der Menschheit zu definieren, waren doch einige UNO-Missionen durchaus erfolgreich, und ob die zwischenstaatliche Konfliktbewältigung ohne die UNO-Vermittlung besser abliefe, darf auch bezweifelt werden. Realistisch betrachtet, kann es auf längere Sicht keine echte Weltregierung geben, solange die Völker der Welt sich nicht auf eine widerspruchsfreie und trotzdem scharfe Definition ihrer kulturellen und politischen Werte mitsamt der sich daraus ergebenden Implikationen einigen können, und an diesem Anspruch sollte die UNO auch nicht gemessen werden.

Weitere Kritik

Ein großer Fehlschlag war auch das 1960 erstellte Entwicklungshilfe-Konzept. Die Länder der Dritten Welt erhielten Geld, um sich zu entwickeln, doch der Aufbau eines erfolgreichen Handelssystems unterblieb, sodass sie in eine zunehmende Abhängigkeit von den Transferleistungen gerieten.

Ein weiteres Problem ist auch die häufig überflüssige Doppelarbeit, da es zu viele Organe, Organisationen und Unterorganisationen gibt, die alle ihr eigenes Verwaltungssystem besitzen.

Ein Vorwurf, mit dem die UNO konfrontiert wird, ist, dass sie sich in dem Laufe der Zeit ca. in all jene Konflikte eingeschaltet hat, die die stärkste Beachtung in den Medien fanden. Herausgehalten hat sie sich dagegen in dem Sudan, Armenien, Bangladesch, Myanmar, Kolumbien und Peru.

Bei den Großmächten und Industriestaaten herrscht relatives Desinteresse bei allgemeinen wirtschaftlichen und sozialen Aktivitäten der UNO; wenn sich tatsächlich Probleme einstellen, die man ernst nimmt, werden diese nach stillschweigender Übereinkunft außerhalb der UNO behandelt.

Vereinte Nationen Beschreibung
Vereinte Nationen Beschreibung
UNO-Generalsekretär Kofi Annan

Die wichtigsten Eigeninteressen und gegensätzlichen Weltanschauungen lassen sich in vielen Bereichen nicht miteinander vereinbaren und machen eine Zusammenarbeit unmöglich. 1946 scheiterte der Plan der Vereinigten Staaten, die nuklearen Waffen unter die Kontrolle der UNO zu stellen, einerseits wollten die Vereinigte Staaten Amerika auf die Atombomben nicht verzichten, solange sie nicht sicher sein konnten, dass kein anderes Land sie bauen kann, anderseits wollte die Sowjetunion ihre Forschung nicht einstellen, solange Washington über das Nuklearwaffen-Monopol verfügt.

Während des Kalten Krieges versuchte jede Supermacht, die neuen Staaten auf ihre Seite zu ziehen, sie wurden mit großzügigen Wirtschaftshilfen und Ausrüstungen gelockt. Infolgedessen brachen viele Kriege aus, die die neuen Staaten nun stellvertretend für die Supermächte ausfochten, so genannte Stellvertreterkriege.

Große Probleme gab es auch bei der Ausarbeitung der Menschenrechte, aus dem einfachen Grund, dass einige Mitglieder (China, UdSSR) die Menschenrechte nicht so respektierten, wie die UNO es vorsah.

Wichtige Resolutionen

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